Schon wieder ein Geburtsbericht…

Schon wieder ein Geburtsbericht…

Lange habe ich überlegt, ob ich einen Geburtsbericht über die Geburt unseres Sohnes schreiben soll. Gibt es doch schon so viele im Netz… Doch ich selbst lese diese Berichte sehr gerne. Und bei einer Instagram-Umfrage hat sich die Mehrheit von euch auch einen gewünscht. Somit ist die Entscheidung gefallen. Neben bei bemerkt: ich habe neben meinem stilshot-Account bei Instagram auch einen Mami-Account: mrs_w.irdmama. Schaut gerne mal vorbei.

Kirschblüten

Errechneter Geburtstermin war der 18.03.2019. Bis zu diesem Tag hat sich jedoch nichts getan. Keinerlei Wehentätigkeit konnte aufgezeichnet werden. Daher hat mich mein Frauenarzt ab diesem Tag jeden zweiten Tag zur Kontrolle in seine Praxis gebeten. Bei diesem Termin gab es jedes Mal ein CTG und ein Ultraschall. Dabei wurde geprüft, ob es nun endlich die erhoffte Wehentätigkeit gibt und ob das Fruchtwasser noch ausreicht und der kleine Mann noch ausreichend versorgt wird. Dies war glücklicherweise immer der Fall, doch Wehen wollten sich einfach nicht einstellen.

Somit bin ich jeden Tag viel spazieren gegangen, habe warm gebadet, habe viel Himbeerblättertee getrunken und habe Sitzbäder mit Heublumenblüten gemacht. Aber der Kleine wollte einfach noch nicht auf die Welt kommen. Es hieß also weiterhin: Geduld, Geduld, Geduld.

Kirschblüte

Jeden Morgen fragte mich mein Mann, wie es mir geht und ob er zu Hause bleiben sollte, weil ich denke, es würde losgehen. Doch es war jedes Mal alles wie immer. Am Montag nach dem errechneten Termin war allerdings irgendetwas anders. Ich hatte die ganze Nacht schreckliche Rückenschmerzen im unteren Bauch und das Gefühl, meine Periode würde einsetzen. Ich sagte das meinem Mann, meinte aber gleichzeitig, dass es noch nicht so schlimm sei, dass es gleich losginge und er deshalb zu Hause bleiben solle. Er könne ruhig noch arbeiten gehen. Dies tat er dann auch.

Ich bin dann noch etwas liegen geblieben und irgendwann mal aufgestanden. Auf dem Weg ins Bad habe ich dann schon leichte Bauchschmerzen gefühlt. Und nun wird es unangenehm, aber es ist eben natürlich. Auf der Toilette habe ich gemerkt, dass sich der Schleimpropf gelöst hat und es zu leichten Blutungen kam. Beim Waschen wurden die Wehen immer stärker. Ich hätte eigentlich an diesem Vormittag noch einen Termin beim Frauenarzt gehabt, diesen habe ich dann angesagt, da wir direkt ins Krankenhaus gefahren sind. Die Wehen kamen da schon regelmäßig ca. alle sieben Minuten über eine Stunde hinweg.

It's a boy

Im Krankenhaus wurde ich wieder ans CTG angeschlossen, aber auch da wurden leider noch immer keine Wehen aufgezeichnet. Das hat mich sehr verwundert. Die diensthabende Hebamme hat meinen Muttermund ertastet. Dieser war zu diesem Zeitpunkt ein Zentimeter geöffnet. Sie meinte, dass es besser wäre, wenn wir nochmal nach Hause gehen würden und uns noch etwas ausruhen würden.

Bei meinen Schwiegereltern haben wir dann noch zu Mittag gegessen und die Wehen wurden immer schlimmer. Mein Mann hat sich danach noch etwas zu Hause ausgeruht und gegen 23 Uhr sind wir erneut in die Klinik gefahren. Ehrlich gesagt fiel es mir recht schwer, da ich durch den Besuch in der Klinik am Vormittag sehr verunsichert war und Angst hatte, wieder nach Hause geschickt zu werden. Tatsächlich waren noch immer kaum Wehen zu verzeichnen und auch der Muttermund hatte sich noch nicht weiter geöffnet. Doch wir durften bleiben. Ich habe ein Bett bekommen und es wurde eine Infusion angeschlossen. Irgendwann habe ich ein Schmerzmittel bekommen, das mir etwas Erleichterung verschafft hat, aber leider nicht lange wirkte. Trotzdem konnte ich mich etwas erholen.

Sohn

Um ca. vier Uhr wurde dann entschieden, dass ich eine PDA bekommen sollte. Der Muttermund war immer noch nur ein Zentimeter geöffnet und ich hatte schon ziemlich viel Kraft gelassen. Nach der PDA habe ich meinen Mann nach Hause geschickt. Er sollte sich noch etwas erholen. Dazu muss ich erklären, dass wir nur ca. 10 min mit dem Auto entfernt von der Klinik wohnen. Auch ich konnte noch ca. eine Stunde schlafen.

Doch dann haben mich sehr starke Schmerzen geweckt. Ich hatte einen extremen Druck auf dem Darm. Doch die Hebamme meinte, dass dies der Druck des Babys wäre. Es war allerdings kaum auszuhalten. Mein Muttermund hatte sich bereits auf 6 cm geöffnet. Und nach nur einer weiteren Stunde war dieser vollständig geöffnet. Alles ging plötzlich ganz schnell. Die Hebamme meinte, wo mein Mann sei. Ich sagte ihr, er wäre noch zu Hause. Sie haben ihn dann angerufen und gesagt, er solle recht schnell kommen.

Der Druck wurde immer schlimmer und ich musste ca. alle 30 Sekunden pressen. Dann wurde um 10:01 Uhr unser Wunder geboren. Ich bekam ihn auf die Brust gelegt und wir kuschelten das erste Mal. Mein Mann und ich waren so gerührt und voller Glück. Es ist ein unglaubliches Gefühl und die Zeit steht für einen Moment still. Das Herz ist voller Liebe und Dankbarkeit.

Papa und Sohn

Dieser Tag, dieser Moment, dieses Erlebnis wird für immer in unserem Herzen verankert sein und unvergessen bleiben. Vielen Dank kleiner David, dass du uns als deine Eltern ausgesucht hast.

Alles Liebe

eure Karin ♥


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